Wildunfall?


 

Weidenhausen liegt in einer typischen Mittelgebirgslandschaft mit einigen Tälern und Mischwaldbestand.
Wir haben 40 % Waldanteil, hauptsächlich Buche und Eiche,
und 60% Feldanteil.

Das Jagdrevier Weidenhausen ist 558 ha groß und ein Niederwildrevier mit Schwarzwild und Muffelwild als Wechselwild.
Die Fallwildstrecke bedingt durch den Straßenverkehr ist zum Teil sehr hoch.
Pro Jahr ca. 10 - 15 Stück Rehwild und ca 5 Stück Schwarzwild (Wildschweine).
Leider häufen sich in letzter Zeit Unfälle mit Schwarzwild.
Diese Unfälle gehen meistens nicht so glimpflich aus, da Keiler und Bache schwerer sind als Rehwild.
 



Auf unseren Straßen kracht es, wenn Wild wechselt.
Über 200.000 mal jährlich in Deutschland !
In Hessen sterben jährlich ca 15.000 Rehe im Straßenverkehr.
Es entstehen hohe Sachschäden und leider auch Personenschäden.

Mindestens 30 Tote und mehr als 900 Schwerverletzte - das ist die Wildunfallbilanz des vergangenen Jahres. Noch immer, so der ADAC, unterschätzen Autofahrer die Gefährdung durch Tiere, die unvermittelt die Straße überqueren.

Am größten ist die Gefahr durch plötzlich auf die Fahrbahn laufendes Wild in den frühen Morgenstunden, bei Dämmerung und in der Nacht.

Wildunfälle sind nicht immer vermeidbar, dass Risiko wird jedoch erheblich gemindert, wenn Sie
 

  • Unbedingt die Wildwechselschilder beachten. Sie stehen wirklich nur dort, wo mit Wildwechsel zu rechnen ist. Tempo in diesem Fall deutlich herabsetzen, nachts oder bei Nässe können 80 km/h schon zu viel sein.
  • Die Fahrbahnränder genau im Auge behalten und Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand einhalten.
  • Auch, wenn Sie ein Tierfreund sind: Nur bremsen, wenn kein Auffahrunfall mit einem nachfolgenden Fahrzeug droht und keine Gefahr für den Gegenverkehr besteht.
  • Sollte ein Zusammenstoß unvermeidbar sein, versuchen Sie nicht  dem Wild auszuweichen. Der Schaden, insbesondere die Gefahr für Sie persönlich, ist größer, wenn das Ausweichmanöver im Straßengraben oder am Baum endet. (INFOVIDEO Motorrad gegen Reh)
  • Sind Tiere bereits auf der Fahrbahn, langsam fahren. Gegebenenfalls hupen und abblenden.  Durch Fernlicht wird das Wild geblendet und bleibt möglicherweise wie angenagelt stehen.
  • Stets mit mehreren Tieren rechnen. Sie verlassen die Fahrbahn auch nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern flüchten oft vor dem Fahrzeug her.
     

 

 

Verhalten nach einem Wildunfall

Denken Sie immer zuerst an Ihre eigene Sicherheit. Laufen Sie nicht unnötig auf der Straße herum.

Sichern Sie die Unfallstelle durch Warndreieck und Warnblinker und bei Nacht durch geeignete Leuchtmittel.

Entfernen Sie liegen gebliebene Fahrzeuge von der Straße.

Informieren Sie den zuständigen Jagdausübungsberechtigten, oder falls Ihnen dieser nicht bekannt ist, die nächste Forst-/ oder Polizeidienststelle. Diese wird den zuständigen Jagdausübungsberechtigten informieren.

Versuchen Sie nicht verletztem Wild zu helfen. Sie können für verletztes Wild nichts Sinnvolles tun. Sie begeben sich durch falsch verstandene Tierliebe möglicherweise nur selbst in Gefahr (z.B. bei verletztem Schwarzwild).

Wenn Sie die Unfallstelle verlassen müssen (z.B. zum Telefonieren) merken Sie Sich die Stelle genau anhand der Kilometermarkierung oder markanter Landschaftspunkte (z.B. auffallend großer Baum, Brücke, Abzweigung, Beschilderung). Am besten markieren Sie die Stelle mit einem Taschentuch oder Lappen, den Sie neben der Straße an einen Ast binden.

Auf keinen Fall dürfen Sie totes Wild mitnehmen. Dies erfüllt den Straftatbestand der Jagdwilderei.


Wer kommt für den Fahrzeugschaden auf ?

I
hre Teil- oder Vollkaskoversicherung, sofern eine solche besteht. Der Jagdausübungsberechtigte (Jagdpächter oder Jagdhüter) ist nicht verpflichtet den Schaden zu ersetzen. Er kann Ihnen jedoch auf Wunsch eine Bescheinigung über den Wildunfall zur Vorlage bei Ihrer Versicherung erteilen. Für die Ausstellung dieser Bescheinigung kann der Jagdausübungsberechtigte eine Gebühr verlangen. Er wird die Bescheinigung nur ausstellen, wenn es sich eindeutig um einen Wildunfall handelt.


Was tut der Jagdausübungsberechtigte nach einem Wildunfall ?

Er wird das tote Wild bergen und verwerten, soweit der Zustand dies noch zulässt. Der Jagdausübungsberechtigte ist dazu aber nicht verpflichtet, denn er ist nicht für den Zustand der Straße und die Sicherheit des Straßenverkehrs verantwortlich.

Verletztes Wild, das sich noch an der Unfallstelle befindet, wird von seinen Qualen erlöst. Man darf sich nicht der Illusion hingeben, verletztem Wild könne durch tierärztliche oder andere Maßnahmen geholfen werden. Man verursacht dadurch mehr Qualen, als man vermeiden will. Verletztes Wild, das sich noch an der Unfallstelle befindet ist immer so schwer verletzt, das es ohnehin keine Überlebenschancen hat.

Verletztes Wild, das von der Unfallstelle geflüchtet ist, wird mit einem Schweißhund nachgesucht. Gerade für diese Nachsuche ist es erforderlich die Unfallstelle genau zu markieren, damit der Hundeführer weiß, wo er den Schweißhund ansetzen muss.

110

Polizei - Notruf -
06461 9295-0 Polizeistation Biedenkopf
06462 1644 Polizeistation Gladenbach
06462 2468 Jagdaufseher Rolf Kirch
Strohberg 7
35075 Gladenbach Weidenhausen

Bitte fahren Sie vorsichtig

wir wünschen Ihnen